Supertoskana: Lesung mit Max Küng in Bottmingen
Zum ersten Mal war ich zu Gast in der Bibliothek Bottmingen (CH). Auf dem Programm stand eine Lesung mit dem Autor Max Küng, dessen Werk »Supertoskana« mir in den Sommerferien 2026 viel Freude bereitete.

Das Gebäude der Bibliothek befindet sich an zentraler Stelle im Ort, im Untergeschoss befinden sich ein »Migrolino« und die Post. Bei der Anreise hatte ich Glück, dass ich im umliegenden Wohngebiet gleich einen freien Parkplatz erwischt hatte.
Kurz nach sieben ging es los, und Max Küng wurde mit einer eigens für diesen Anlass verfassten Rede von einer Mitarbeiterin der Bibliothek vorgestellt. Neben seinen Büchern ist der Autor vor allem für seine Kolumnen bekannt, auf seiner Homepage sind viele Beispiele zu finden.

Ich bevorzuge, wenn Lesungen nicht daraus bestehen, Kapitel um Kapitel aus dem aktuellen Werk abzuarbeiten. Schliesslich erwerben viele der Anwesenden im Anschluss ein Exemplar und möchten sich die Vorfreude auf den Inhalt bewahren.
Zum Glück ist Max Küng kein typischer »Wasserglas-Artist«, von den 90 vorgesehenen Minuten trug er eine gute Stunde einen für die Tour geschriebenen Text vor, wobei ihm sein reichhaltiger Erfahrungsschatz als Kolumnist sehr zugute kam.
Unter anderem wurde aus dem Nähkästchen geplaudert: Wie man den Umfang eines Romans durch passende Namensgebung um gleich mehrere Seiten erhöhen kann. Zum Beispiel kann man durch das blosse Ersetzen des Namens »Mark« durch »Klaus-Ruediger« (mit »ue«, das ist ein Buchstabe mehr!) den Umfang eines Manuskripts locker von 300 auf 304 Seiten aufblähen. Leider kann das durch Verwendung der Suchen&Ersetzen-Funktion in Word dazu führen, dass aus dem SuperMARKt ein SuperKlaus-Ruedigert und aus dem MARKusplatz in Venedig der Klaus-Ruedigerusplatz wird.
Merksatz für Autoren
Kurze und prägnante Namen eignen sich nicht für Romane, aber für Hundefutter!
Zum Ende näherte sich der Autor peu à peu dem Thema Toskana an und las zum Abschluss ein Kapitel vor.
Es gab den obligatorischen Büchertisch, ich hatte meine beiden Küng-Bücher bereits in der Tasche und ich freute mich, die Ausgabe mit dem originalen Hardcover-Einband von »Fremde Freunde« mein Eigen zu nennen.

Die Widmung in Supertoskana passt zum Thema »kurze Namen« in Romanen.

An dieser Stelle möchte ich hervorheben, dass die Veranstaltung vom Team der Bibliothek Bottmingen perfekt organisiert war. Mein lange im Voraus hinterlegtes Ticket war sofort griffbereit, es gab eine sorgfältige Einleitung für den Künstler und im Anschluss sogar einen kostenlosen Apero mit Getränken und leckeren kleinen Speisen. Das Ganze für nur 10.- Alpendollar, das ist weniger, als eine Lesung in meinem kleinen Ort im Badischen kostet.
Die Veranstaltung war ausverkauft.
Der Roman »Supertoskana« tummelt sich beharrlich auf einem der vordersten Ränge meiner Bücherliste des Jahres 2026.

Bonus
Zu »Supertoskana« gibt es eine vom Autor bereitgestellte Playlist mit italienischen Liedern auf Spotify.
Weltexklusiv!
In tagelanger, mühsamer Knochenarbeit habe ich die Playlist auf Apple Music übertragen, damit auch die armen Apple-Anwender in den Genuss derselben kommen können!

